Die Schatten ziehen sich zurück

»Die Tage nach unserem Kampf in der Ruine waren still, fast unheimlich still. Lucian hatte sich zurückgezogen, doch ich wusste, dass er nicht verschwunden war. Er beobachtete, lauerte, wartete auf den richtigen Moment.

Die Dunkelheit in mir war ruhig, doch sie war nicht schwach. Sie wogte wie ein stilles Meer, bereit, auf mein Kommando hervorzubrechen. Doch ich wusste, dass ich sie weiterhin zähmen musste.

› Ein Plan nimmt Gestalt an

Kael war unermüdlich. Er drängte mich dazu, meine Kräfte weiter zu trainieren. ‚Lucian wird zurückkommen,‘ sagte er eines Abends, als wir auf der Lichtung übten. ‚Er hat sich zurückgezogen, weil er dich testen wollte. Er wird stärker zurückkehren, und du musst bereit sein.‘

Nathan war nicht begeistert von Kaels Methoden. ‚Du schiebst sie zu sehr,‘ sagte er, als er zusah, wie ich versuchte, die Dunkelheit zu einem Schutzschild zu formen.

‚Sie hat keine Wahl,‘ erwiderte Kael. ‚Wenn sie versagt, wird Lucian sie verschlingen – und uns alle mit ihr.‘

Ich ignorierte ihre Diskussion und konzentrierte mich auf meine Aufgabe. Ich konnte es mir nicht leisten, zu scheitern.

› Eine unerwartete Nachricht

Eines Nachts klopfte es leise an mein Fenster. Als ich es öffnete, fand ich eine kleine, zusammengerollte Nachricht.

„Ich bin bereit, dich wiederzusehen. Du weißt, wo du mich findest. – L.“

Nathan und Kael reagierten unterschiedlich, als ich ihnen die Nachricht zeigte.

‚Das ist eine Falle,‘ sagte Nathan sofort.

Kael nickte zustimmend. ‚Natürlich ist es das. Aber manchmal muss man die Falle betreten, um den Feind zu besiegen.‘

Ich wusste, dass sie beide recht hatten. Doch ich konnte Lucian nicht ignorieren. Es war an der Zeit, diesem Spiel ein Ende zu setzen.

Der Letzte Kampf

›Die Entscheidung

Ich bereitete mich vor, während Nathan und Helena mir halfen. Die Luft war schwer, erfüllt von einer unausgesprochenen Spannung. Jeder wusste, dass dies unser letzter Versuch sein könnte, Lucian aufzuhalten.

‚Sophie,‘ sagte Nathan leise, als ich meine Jacke anzog. ‚Wenn etwas schiefgeht, lauf. Lauf so weit, wie du kannst.‘

Ich drehte mich zu ihm um, meine Stimme ruhig, aber fest. ‚Ich werde nicht laufen, Nathan. Nicht mehr.‘

Kael wartete am Eingang des Waldes, sein Schwert in der Hand. ‚Bist du bereit?‘ fragte er.

Ich nickte. ‚Lasst uns das beenden.‘

› Lucian‘ Versteck

Die Nacht war mondlos, die Dunkelheit undurchdringlich. Lucian hatte einen alten Tempel tief im Wald gewählt, einen Ort, an dem die Dunkelheit mächtig war.

Wir betraten den Tempel, und sofort spürte ich, wie die Schatten sich um uns legten, wie Hände, die uns greifen wollten.

‚Er weiß, dass wir hier sind,‘ sagte Kael, während er die Umgebung prüfte.

‚Gut,‘ erwiderte ich. ‚Ich will, dass er es weiß.‘

Lucian trat aus den Schatten, sein Gesicht war eine Maske aus Ruhe und Macht. ‚Sophie,‘ sagte er. ‚Du bist gekommen. Ich wusste, dass du mutig genug bist.‘

› Der Kampf um die Dunkelheit

Lucian verschwendete keine Zeit. Die Dunkelheit um ihn herum brach hervor wie ein Sturm, raste auf uns zu, und Kael trat sofort nach vorne, um die Angriffe abzuwehren.

‚Bleib bei mir,‘ rief Nathan, während er seine eigenen Kräfte einsetzte, um uns zu schützen.

Doch Lucian hatte nur Augen für mich. ‚Du bist der Schlüssel, Sophie,‘ sagte er, während er einen weiteren Angriff startete. ‚Ohne dich bin ich nichts. Doch mit dir könnte ich alles sein.‘

Ich rief die Dunkelheit in mir hervor, formte sie zu einem Schild, das seine Angriffe abwehrte. ‚Du wirst nichts mit mir sein,‘ rief ich. ‚Die Dunkelheit gehört mir, und ich werde sie nicht dir geben.‘

Der Kampf wurde intensiver, die Dunkelheit tobte wie ein lebendiges Wesen, das zwischen uns hin- und hergerissen war.

› Das Ende von Lucian

Schließlich stand ich Lucian direkt gegenüber, meine Kräfte auf dem Höhepunkt. ‚Das ist vorbei,‘ sagte ich, während ich die Dunkelheit sammelte und sie wie eine Welle auf ihn zuschickte.

Lucian versuchte, sich zu wehren, doch ich war stärker. Die Dunkelheit in mir war nicht nur eine Waffe – sie war ein Teil von mir, und ich wusste, wie ich sie nutzen konnte.

Mit einem letzten Schrei verschwand Lucian in den Schatten, und die Dunkelheit um uns herum wurde still.

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