»Die Dunkelheit war jetzt ein Teil von mir, doch sie fühlte sich nicht mehr wie ein Fremdkörper an. Sie war lebendig, pulsierend, und sie reagierte auf meine Gedanken, als würde sie auf meine Führung warten. Nathan blieb dicht bei mir, als wir die Höhle verließen, seine Augen wachsam und voller Sorge.
‚Du hast etwas getan, was noch niemand vor dir getan hat, Sophie,‘ sagte er, als wir durch den Wald gingen. ‚Du hast sie nicht nur akzeptiert – du hast sie kontrolliert.‘
Ich nickte, während ich die Energie in mir spürte, die wie ein leises Flüstern in meinem Geist war. Doch ich wusste, dass es nicht einfach sein würde, diese Macht zu tragen.
› Die Blackwoods reagieren
Zurück im Anwesen der Blackwoods warteten Helena und die anderen auf uns. Ihre Gesichter waren angespannt, und ich spürte, dass sie wussten, was geschehen war.
‚Was ist passiert?‘ fragte Helena sofort, als wir eintraten.
Nathan sah mich an, als wolle er mir das Wort überlassen. Ich atmete tief ein. ‚Ich habe die Dunkelheit angenommen,‘ sagte ich. ‚Aber ich habe sie nicht Lucian überlassen. Sie gehört mir.‘
Helena musterte mich lange, ihre Augen prüfend. ‚Du hast eine gefährliche Entscheidung getroffen, Sophie. Die Dunkelheit wird dich testen – und wenn du nicht stark genug bist, wird sie dich verschlingen.‘
‚Dann werde stark genug sein,‘ erwiderte ich, meine Stimme fest.
Helena nickte langsam. ‚Gut. Denn jetzt, wo du sie akzeptiert hast, wird sie Feinde anziehen – Feinde, die dich als Bedrohung sehen.‘
› Lucian‘ Rache
Die erste Nacht nach meiner Entscheidung war still, doch ich wusste, dass es die Ruhe vor dem Sturm war. Und ich hatte recht.
Am nächsten Morgen wachte ich auf, als ein lauter Knall das Anwesen erschütterte. Ich sprang aus dem Bett und rannte nach draußen, wo ich Nathan und Helena sah, die sich mit dunklen Kreaturen auseinandersetzten – Geschöpfen, die noch furchteinflößender waren als die Jäger, die uns zuvor angegriffen hatten.
‚Das ist Lucian,‘ sagte Nathan, als er neben mich trat. ‚Er will dich herausfordern.‘
‚Dann soll er kommen,‘ sagte ich, während ich die Dunkelheit in mir sammelte.
Ich hob die Hände, und die Schatten reagierten sofort, strömten aus mir hervor und formten sich zu einer Barriere, die die Kreaturen zurückhielt. Es war das erste Mal, dass ich die Dunkelheit in einem Kampf einsetzte, und ich spürte, wie sie meine Befehle befolgte, wie sie ein Teil von mir war.
Doch ich spürte auch die Gefahr. Die Dunkelheit wollte mehr – sie wollte sich ausbreiten, alles verschlingen.
› Ein unerwarteter Verbündeter
Während des Kampfes tauchte eine neue Gestalt auf. Es war ein Mann, den ich noch nie zuvor gesehen hatte, mit silbernen Haaren und einem langen Mantel. Er trug ein Schwert, das in der Dunkelheit zu glühen schien, und er bewegte sich mit einer Geschwindigkeit, die fast unmenschlich war.
Er trat an meine Seite und griff die Kreaturen mit Präzision an, die sie zurückdrängte.
‚Wer bist du?‘ fragte ich, als er kurz inne hielt.
‚Ein Freund,‘ sagte er knapp, bevor er sich wieder in den Kampf stürzte.
Nathan war weniger überzeugt. ‚Wir wissen nicht, wem er wirklich dient,‘ sagte er, während er neben mir kämpfte.
Doch ich spürte, dass der Fremde keine Bedrohung war. Er war hier, um zu helfen – zumindest im Moment.
› Ein vorübergehender Sieg
Nach einem intensiven Kampf verschwanden die Kreaturen schließlich, zurückgedrängt von der vereinten Kraft der Blackwoods, der Dunkelheit und des Fremden.
Helena trat neben mich, ihr Gesicht war ernst. ‚Das war nur ein Vorgeschmack. Lucian wird nicht aufgeben, Sophie. Und die Dunkelheit in dir wird immer mächtiger werden.‘
Ich sah zu dem Fremden, der still in der Ecke stand. ‚Und wer bist du wirklich?‘
Er drehte sich zu mir um, seine Augen scharf wie Klingen. ‚Mein Name ist Kael. Ich bin ein Wächter – und ich bin hier, um sicherzustellen, dass die Dunkelheit nicht außer Kontrolle gerät.‘
› Eine neue Gefahr
Kaels Worte ließen mich innehalten. ‚Ein Wächter? Was bedeutet das?‘
‚Ich bin jemand, der zwischen den Welten wandert,‘ erklärte er. ‚Ich habe gesehen, was passiert, wenn jemand wie Lucian die Dunkelheit nutzt. Und ich werde nicht zulassen, dass das wieder geschieht.‘
Nathan trat vor, seine Augen funkelten vor Misstrauen. ‚Und was ist mit Sophie? Sie hat die Dunkelheit akzeptiert. Wirst du auch sie aufhalten?‘
Kael sah mich lange an, bevor er antwortete. ‚Das hängt von ihr ab.‘
Ich wusste, dass der Kampf gerade erst begonnen hatte – nicht nur gegen Lucian, sondern auch gegen die Dunkelheit in mir. Doch ich war bereit.
Ich war der Schlüssel zur Dunkelheit, und ich würde ihre Macht nutzen, um zu kämpfen – egal, welche Opfer ich bringen musste.«
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