Ein unbekannter Mann stieß mich von hinten an. Als ich mich umdrehte, begegnete ich einem ausgesprochen attraktiven Mann. Sein glanzvolles, schwarzes Haar funkelte im Sonnenlicht, und seine tiefschwarzen Augen richteten sich direkt auf mich.
"Pass auf!" sagte er wütend.
Ich sah ihn nur an.
Aussehen toll, doch Charakter kaputt. Was habe ich auch erwartet? Aber warte, was hat er da in seinen Armen? Ist das etwa ein Baby? Ach, was kümmert es mich. Plötzlich hielt er an.
"Hey."
"Was?", fragte ich verwundert.
Er kam immer näher zu mir. Dann gab er mir das Baby.
Verwirrt blickte ich ihn an und konnte nur den Kopf schütteln.
"Was soll das Ganze hier eigentlich werden?", fragte ich ihn, mehr aus Verwirrung als aus Wut.
Sein Blick war unverändert, als er mir antwortete: "Kümmern Sie sich um das Baby. Ich brauche dieses nutzlose Ding nicht mehr." Mit diesen Worten wandte er sich ab und ging einfach, ohne sich noch einmal umzusehen. Ich fühlte mich wie in einem Schockzustand und wusste nicht, wie ich auf diese plötzliche Wendung reagieren sollte.
Der Druck in meinem Kopf machte es mir schwer zu verstehen, was gerade geschehen war. Als ich schließlich nach Hause ging, war ich immer noch von seinen Worten und der abrupten Trennung erfüllt. Zu Hause angekommen, nahm ich das kleine Wesen in meine Arme und zuerst gab ich ihm etwas zu essen. Es stellte sich heraus, dass es ein Junge war. Immer wieder fragte ich mich, aus welchen Gründen der Mann das Baby aufgegeben hatte. Was könnte ihn dazu bewegt haben, so leichtfertig mit einem Leben umzugehen?
Ich nahm mir die Zeit, um das Baby gründlich zu waschen, wobei das Wasser sanft über seine zarte Haut floss. Es entspannte ihn sichtlich. Nachdem ich ihm all meine Aufmerksamkeit geschenkt hatte, hörte er schließlich auf zu weinen. Zu meinem Erstaunen fiel der Kleine in einen tiefen Schlaf. In diesem Moment verspürte ich eine unerwartete Verbundenheit zu ihm und wusste, dass ich alles tun würde, um ihm ein liebevolles Zuhause zu bieten.
"Wie süß das Baby doch ist", flüsterte ich. Ich überlegte, ob ich es wirklich behalten sollte, und entschied schließlich, es vorerst meiner Mutter zu übergeben. Ich hatte bereits genug mit der Arbeit zu tun.
"Soll ich mich um ein Baby kümmern?", rief meine Mutter empört.
"Pssst, das Baby schläft", erwiderte ich hastig.
In diesem Moment wachte das Baby auf und begann zu weinen. Ich seufzte.
"Es tut mir leid, dass es so unerwartet kommt. Aber ich habe niemanden, dem ich das Baby anvertrauen kann."
"In Ordnung, aber ich habe eine Bedingung: Du besorgst alle Sachen für das Baby selbst."
"Ja."
Mein Vater starb bei einem Autounfall, als ich vier Jahre alt war. Deshalb habe ich nur noch meine Mutter. Sie ist eine liebevolle Frau und auf sie kann man sich immer verlassen.
Drei Jahre später…
"Mamaaa!", rief Mikey aufgeregt und kam zu mir gelaufen. Ich hob ihn sanft in meine Arme.
"Du wirst wirklich immer größer und schwerer, mein süßer Mikey."
Sein Lachen war einfach herzallerliebst. Ich frage mich, wie jemand so einen kleinen Engel nicht schätzen kann.
Am nächsten Tag bei der Arbeit...
Ich arbeite als Werbetexterin. Meine Kollegen sind freundlich, jedoch scheint es, als würde jeder sich hauptsächlich um seine eigenen Belange kümmern. Aber das ist in Ordnung, denn ich...
"Hört alle her, wir haben einen neuen Mitarbeiter. Er kümmert sich um die Verkäufe", sagte der Vorsitzende.
Als ich sah, wer das war, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Das war der Mann, der mir das Baby gegeben hat. Er schaute in meine Richtung und wandte sich dann wieder ab.
"Ich heiße Rian", stellte er sich vor.
Der Vorsitzende sprach zu ihm: "Hier ist dein Platz." Er zeigte auf einen Platz, der neben mir war. Warum genau neben mir? Während ich meine Sachen erledigte, schaute er ständig zu mir herüber. Warum genau ein gutaussehender Mann?
Es war Mittagszeit.
"Möchte jemand etwas aus dem Café nebenan?", fragte ich die Mitarbeiter. Niemand reagierte, also machte ich mich auf den Weg. Plötzlich fühlte ich eine Hand, die mich im Flur von hinten am Arm packte. Es war Rian.
"Warte", sagte er zu mir.
"Ehm, es tut mir leid wegen des Babys. Es war einfach überwältigend für mich, und ich wusste nicht, wie ich mit der Situation umgehen sollte. Es kam alles so plötzlich."
Sein Blick war voller Mitgefühl, und ich hätte ihn gerne umarmt.
Aus meinem Mund kam lediglich ein, "Okay."
"Ich werde ebenfalls Unterstützung anbieten."
"Könnten wir das auch nach der Arbeit besprechen?"
"Natürlich, ich werde auf Sie warten", antwortete er und ging.
Während ich einen Cappuccino bestellte, dachte ich ständig über das nach, was er gesagt hatte. Wird er mir helfen? Nach drei Jahren?
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Comments
🐶Rauudi the "WerDekkel"🐶™
😎😉
2025-01-02
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