10. Veränderung

Nachdem ich den Snack gegessen hatte, fühlte ich mich bereit für neue Abenteuer. „Komm, ich zeige dir, wo wir am meisten Zeit verbringen“, sagte er und nahm meine Hand, um mich zu führen. Als wir den Raum betraten, sah ich überall Bücher und gemütliche Plätze zum Entspannen. Einige Leute schauten auf ihren Handys oder unterhielten sich mit anderen, und sie warfen neugierige Blicke auf uns.

Plötzlich kamen ein paar Mädchen auf uns zu. Alle waren ganz aufgeregt und fragten: „Ist das ein neuer Zoro?“ und „Der ist süß.“ Ich fühlte mich etwas überfordert.

„Hey Mädels, nicht alle auf einmal!“, rief Kaijo. „Lass ihn erst einmal die Umgebung erkunden.“ Dabei zeigte er ein schelmisches Grinsen.

„Wir sehen uns“, lächelte ich zu denen.

Ich bemerkte Ren, der auf uns zukam. Kaijo flüsterte mir zu: „Lass uns ein kleines Spiel spielen. Mach einfach mit.“ Ich nickte zustimmend.

Ren fragte: „Hey Kaijo, hast du die Neue gesehen?“

„Nein“, antwortete Kaijo.

„Oh, handelt es sich um einen neuen Zoro?“

„Hey“, sagte ich.

„Tut mir leid, ich muss jetzt gehen“, entgegnete Ren und verabschiedete sich.

Kaijo lachte und rief: „Hey, warte, das ist sie.“

Ren seufzte: „Lass beim nächsten Mal deine Spielchen weg.“

„Sorry, war zu geil.“ Dann lachte er.

„Amara, wie gefällt es dir denn bisher in Zarina?“

„Sehr schön.“

Ich spürte, dass mich jemand beobachtete, und schaute nach hinten.

„Was ist los?“, fragte Ren.

„Ach, nichts.“ Ich fühlte mich unwohl, doch das ging schnell vorbei.

„Ich gehe an die frische Luft.“

„Ja klar, wenn etwas ist, wir sind drinnen.“, sagte Ren zu mir.

Ich ging hinaus, und die frische Luft tat mir gut. Ich ging um das Schloss.

Vor mir standen einige Männer, die mich offenbar bemerkt hatten und nun in meine Richtung kamen. Einer von ihnen war der erste, der das Wort ergriff. Er fragte mich mit einem neugierigen Unterton: „Oh hey, bist du neu hier? Welche Fähigkeiten hast du?“

Ich fühlte mich in dieser Situation etwas unwohl und erwiderte, dass ich keine besonderen Fähigkeiten besitze und nur zufällig an diesen Ort geraten sei. Daraufhin lachten die Männer. Der Ton der Unterhaltung änderte sich plötzlich, als einer von ihnen näher kam und mir sagte: „Wer keine Fähigkeiten hat, der gehört nicht hierher.“

Als er sich direkt vor mir positionierte, spürte ich, wie er meine Hand ergriff. Sein Griff war fest und bestimmt, was in mir ein mulmiges Gefühl auslöste. „Komm, wir gehen an einen Ort, wo wir in Ruhe reden können“, bot er an. Obwohl ich ein ungutes Gefühl hatte, nickte ich zustimmend und folgte ihm, ohne weiter darüber nachzudenken.

Er führte mich jedoch in eine dunkle Gasse, und als wir dort ankamen, überkam mich plötzlich ein Gefühl der Angst. Die anderen Männer blieben zurück und folgten uns nicht. Ich begann zu realisieren, dass ich mich in einer möglicherweise gefährlichen Situation befand, und meine Instinkte meldeten sich zu Wort. Plötzlich fühlte ich mich sehr verletzlich und verloren in dieser unbekannten Umgebung.

Er drückte mich mit aller Kraft gegen die Wand. Seine Augen suchten meine, und mit einer ausgesprochenen Entschlossenheit forderte er: „Verschwinde von hier.“ Trotz seiner eindringlichen Worte musste ich ihm antworten: „Ich kann nicht.“

Sein Blick wurde noch strenger, fast bedrohlich, als er weitersprach: „Hab ich mich nicht klar ausgedrückt?“ In dem Moment, als ich versuchte, mich aus dieser misslichen Lage zu befreien und mich zurückzuziehen, stellte er sich mir erneut in den Weg.

„Versuch es nicht“, warnte er mich kalt. „Ich werde dir zeigen, wer hier das Sagen hat.“ Seine Stimme war ernst und ließ keinen Raum für Widerspruch. Zuerst spürte ich, wie er mich nur leicht traf, doch dann steigerten sich seine Schläge und wurden zunehmend heftiger, als wollte er mir jeglichen Widerstand aus dem Körper treiben.

„Was soll das?“ rief ich aufgebracht, verzweifelt über die Situation, in der ich mich befand. „Sei still“, zischte er und fügte hinzu: „Ich zeige dir, wer der Boss hier ist.“ In diesem Moment versuchte ich, trotz der Schmerzen und der Angst auszuhalten. Ich hoffte inständig auf eine Rettung, einen Ausweg aus diesem Albtraum, doch die Worte blieben mir im Hals stecken und ich konnte nicht mehr reden.

Es war eine unerträgliche Qual. Der Schmerz, der durch meinen Körper zog, war nahezu unbeschreiblich. Alles, was ich wollte, war einfach nur von diesem Ort weg, weg von all dem, was mir so viel Leid zufügte. In meinem Kopf versuchte ich, den Gedanken an die Ohnmacht zurückzudrängen, denn niemand konnte sagen, was nach dem Verlust des Bewusstseins geschehen würde. Ich redete mir selbst gut zu: „Halte durch! Bleib stark! Halte durch!“ Ich wiederholte es wie ein Mantra, in der Hoffnung, dass es mir Kraft geben würde, bis Hilfe kam.

Meine Augen fielen fast zu, der verzweifelte Wunsch nach Erleichterung durchflutete mich. „Bitte, hilft mir jemand!“, schrie ich innerlich, verzweifelt nach einer Stimme oder einem Zeichen, dass ich nicht allein war. Der Schmerz war unerträglich – so intensiv, dass ich niemals gedacht hätte, dass man so etwas fühlen konnte. „Hört mich denn wirklich niemand? Ich muss einfach durchhalten!“ Die Gedanken wirbelten in meinem Kopf, während ich versuchte, den Kopf über Wasser zu halten und den Kummer zu besiegen.

Plötzlich hörte ich eine Stimme, gefolgt von einem Knall. „Ey Amara, halte durch!“, rief er, und ich drehte meinen Kopf in die Richtung, aus der die Stimme kam. Ich sah Levi, und in seinen Augen fand ich einen Hauch von Hoffnung. Verzweifelt versuchte ich, ihm ein Lächeln zu schenken, auch wenn es mir schwerfiel. Er kam näher zu mir und nahm mich in seine starken Arme. In diesem Moment schien ein Teil meiner Angst zu verschwinden. Sein Trost gab mir die Kraft, die ich so dringend brauchte.

Es war, als würden meine Augen von einer unsichtbaren Kraft beschwert. Ich kämpfte gegen die Schläfrigkeit an, doch die Müdigkeit überwältigte mich und ich sank in einen tiefen Schlummer. In diesem Zustand hörte ich plötzlich eine Stimme, die sich durch die Dunkelheit hindurchdrängte. Sie klang verzweifelt und war begleitet von einem Hauch von Traurigkeit: „Ich versuche es, aber ich weiß nicht, ob ich das schaffen kann.“

Mit aller Kraft versuchte ich, meine Augen zu öffnen, doch es gelang mir nicht. Es war, als wären sie von einem unsichtbaren Schleier umhüllt. Stattdessen nahm ich eine starke Aura wahr, die um mich herum schwebte. Diese Präsenz war überwältigend und gab mir das Gefühl, geborgen zu sein, auch wenn ich nicht in der Lage war, mich zu bewegen. Der Druck der Realität nahm ab, und ich fiel tiefer in den Schlaf hinein.

Nach einer Weile öffnete ich schließlich meine Augen und wurde von einem gleißenden Licht begrüßt. Es war strahlend und ließ alles andere verblassen. In diesem Licht bemerkte ich eine Gestalt, die sich näherte. Es war eine Frau, die in schneeweißen Kleidern gehüllt war und wunderschöne, weiße Flügel hinter sich trug. Sie strahlte eine unbeschreibliche Anmut und Ruhe aus.

Neugier und Sorge durchströmten mich, und ich stellte die Frage, die mir auf der Zunge lag: „Wer bist du?“

Die Frau schaute mit einem sanften, mitfühlenden Blick in meine Augen. „Mein Kind, weine nicht. Dir ist nicht mehr zu retten.“ Ihre Stimme war ruhig, und sie sprach mit einer tiefen Traurigkeit. Sie machte eine kurze Pause, bevor sie sich mir näherte. In diesem Moment verspürte ich ein starkes Gefühl der Verbundenheit und der Gewissheit, dass sie etwas Wichtiges mit mir teilen wollte. Es war, als wäre ich Teil eines größeren Ganzen, und der Raum um uns war durchdrungen von einer mystischen Energie.

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Comments

🐶Rauudi the "WerDekkel"🐶™

🐶Rauudi the "WerDekkel"🐶™

Das war also der Hintergedanke von Kajo!!
Mädchen und Frauen schlägt Mann nicht!!!
😑

2025-01-11

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