Als ich zu Hause an kam, wartete Lia schon ungeduldig. Kaum sah sie mich, überschüttete sie mich mit Fragen. „ Was war das gerade eben? Wer war diese Männer und was wollten sie von dir? Warum...“ Ich beugte mich vor und berührte leicht ihre Lippen mit den meinen. Wie erhofft verstummte Lia. Bevor sie jedoch den Kuss erwiedern konnte, zog ich mich zurück, legte meine Stirn an ihre und seufzte. Wie oft hatte ich gehofft, dass es nie zu diesem Moment kommen würde? Wie oft hatte ich die Konsequenzen gefürchtet? Ich hatte die Angst, dass Lia mich nie mehr mit denselben Augen betrachten würde wie jetzt und dass sie sich von mir abwenden würde. Was ja auch verständlich wäre .„ Ich muss dir etwas erzählen “ sagte ich zu Lia und führte sie zur Couch, damit wir uns setzen konnten, „Aber du musst mir versprechen mich nicht zu unterbrechen oder mich auszulachen. “ .“ Lia sah mir in die ernsten Augen und sagte dann:„ Okay .“ Ich holte noch einmal tief Luft und sammelte mich. „ Wie du weißt bin ich Harmonia, die Göttin der Eintracht. Was du aber nicht weißt ist, dass ich habe in der Vergangenheit einen Fehler gemacht und von Zeus dem Göttervater und Herrscher des Olymps dafür bestraft wurde. Meine Bestrafung bestand darin, dass ich in die Menschenwelt verbannt wurde und als Mensch leben muss. Um hier nicht erkannt zu werden habe ich meinen Namen in Nia geändert und mir eine neue Identität zugelegt. Die Herren vorhin im Underground waren Zeus und noch ein paar andere griechische Gottheiten. Was sie dort wollten weiß ich nicht, aber ich denke sie wollten ein paar Sterbliche verführen. Das Problem an der ganzen Sache ist aber, dass ich laut meiner Bestrafung mich in keinen Gott verlieben darf. Und als ich in die wunderschönen blauen Augen von Apollo gesehen habe, ist glaube ich genau das passiert.“ Erst eine ganze Weile nachdem ich geendet hatte, traute ich mich Lia an zu sehen. Diese sah nachdenklich aus und fragte dann: „ Warum hast du mir das denn nicht eher gesagt?“ Erstaunt sah ich sie an. „ Weil, ich dachte, dass du mich verurteilen würdest, oder mir Fragen stellen würdest die ich dir nicht beantworten kann “ meinte ich. Sie schwieg lange Zeit und sagte dann: „ Ich werde dich deswegen nicht verlassen und ich werde dir keine Fragen stellen, die du nicht beantworten möchtest.“ Mir fiel ein Stein vom Herzen, denn genau das hatte ich befürchtet. „ Machen wir uns was zu essen und dann können wir ka noch einen Film sehen “ sagte Lia und sah mir dabei provokant in die Augen. „ Klingt gut. Einen Liebesfilm?“ fragte ich mit einem Lächeln und absichtlich heiserer Stimme. Prompt erschauerte Lia, sagte dann aber nur mit einem Lächeln:„ Oder einem Film über die griechischen Götter .“ Ich verzog das Gesicht. Lia lachte leise und ging in die Küche. Gemeinsam kochten wir uns Spaghetti mit Cabonara. Mit den Schüsseln in der Hand setzen wir uns auf das Sofa, suchten uns einen Liebesfilm heraus und aßen nebenbei. Kaum hatten wir aufgegessen, räumten wir das dreckige Geschirr auf und setzten uns dann wieder. Der Film war vergessen, als wir uns tief in die Augen sahen. „ Du hast da noch etwas “ sagte ich leise, während ich mich vor beugte und den Klecks Soße auf Lia Wange ab leckte. Danach richtete ich mich ein klein wenig auf, um ihr ins Gesicht zu sehen. Lia sah mich an und öffnete dann leicht die Lippen. Das war Einladung genug für mich. Ich beugte mich wieder vor und küsste sie hemmungslos. Sie erwiderte den Kuss genauso stürmisch. Kurz darauf zogen wir uns beide gegenseitig aus. Ich genoss den Anblick ihres Körpers, jede prachtvolle Kurve vor mir ausgebreitet. Lia zog mich zu sich hoch und so küssten wir uns wieder. Aus den Küssen wurden Umarmungen und aus den Umarmungen wurden zwei Körper, die sich in völliger Hingabe liebten.
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