Ich war so in diese wunderbaren blauen Augen vertieft, dass ich gar nicht mitbekam wie mir eine Frage gestellt wurde. “Entschuldige, was hast du gesagt?“ fragte ich mit roten Wangen. “ Ich habe gefragt, wie heißt “ wiederholte der Mann neben Zeus. Ich sah ihn mir genauer an. Er war ungefähr gleich groß wie Zeus, hatte langes hell blondes fast weißes Haar und Augen so blau wie der tiefste Ozean. Seinem Aussehen nach und seiner Position neben Zeus würde ich vermuten, dass dieser Mann Poseidon ist. “Nia “ ,ich nannte ihnen bewusst nur meinen Spitznamen, “ Und wie heißt ihr?“ Natürlich antwortete Zeus zuerst:“ Ich bin Zeus und das sind meine Brüder Hades und Poseidon.“ Er zeigte auf die Männer links und rechts von ihn. Aha... “Hi“ grüßten beide gleichzeitig und sahen sich danach böse an. “Hi“ grüßte ich zurück und sah dann den Gott neben Hades an. Dieser antwortete:“ Dionysos.“ “Freut mich“ meinte ich und wandte mich dann an den Gott mit diesen faszinierenden Augen. Als dieser nichts sagte, beugte ich mich über den Tisch und fragte provozierend:“ Und wie heißt du, mein Schöner?“ Er sah mich eine ganze Weile einfach nur an und sagte dann gelangweilt:“ Apollo.“ Ich konnte es nicht glauben, er verfiel nicht meinem Charme. Bevor ich noch etwas sagen konnte, kam Lia mit den sechs Whiskys wieder. Während sie sie verteilte, meinte sie :“ Der Chef möchte dich sprechen. “ Ich runzelte verwirrt die Stirn, verabschiedete mich dann aber mit einem Lächeln von den Göttern und ging zur Bar Tresen. Auf den Weg dorthin , hörte ich noch wie Zeus fragte:“ Was will der Chef von ihr?“ Doch Lias Antwort hörte ich nicht mehr. “ Du wirst in der Hell gebraucht “ sagte Toni, als ich am Tresen angekommen war. Toni war Barkeeper und Eigentümer von The Underground. Ich nickte nur, warf einen letzten Blick zu den Göttern und ging dann hinunter in die Hell.
Apollo
Ich verstand nicht warum Zeus und die anderen wollten, dass ich mit hinunter auf die Erde kam. Na gut, es konnte sein, dass sie vielleicht(aber wirklich nur vielleicht) recht hatten, wenn sie sagten, dass ich Ablenkung brauchte. Meine letzte Liebschaft lag schon etwas mehr als ein paar Jahrhunderte zurück und ich merkte wie mir langsam Langweilig wurde, wie mir der Lebensmut schwand. Doch es war so verdammt schwer über den Tod meines letzten Liebhabers hinweg zu kommen. Dafür hatte ich ihn zu sehr geliebt. Trotzdem ging ich mit den anderen in den Club “The Underground“. Es war ein recht beliebter Club, doch heute war eher wenig los, sodass wir freie Platzwahl hatten. Die Musik war heute auch etwas ruhiger und leiser, als die letzten Male als ich mit war. Kaum hatten wir uns gesetzt, kamen zwei Kellnerinnen auf unseren Tisch zu. Die eine hatte braune Haare und einen sehr hellen Teint. Die andere hatte fast schwarze Haare und einen gebräunten Teint. Ich konnte meine Blicke nicht von ihr nehmen. Ich war so fixiert auf die eine Kellnerin, dass ich kaum mitbekam wie die andere uns begrüßte und fragte was wir haben wollten. Nachdem die andere gegangen war, nahm sie das Mädchen mit der gebräunten Haut einen Stuhl und setzte sich zu uns. Als sich unsere Blicke trafen, stand meine Welt still. Sie hatte die schönsten Augen, die ich je gesehen hatte, in einem wunderschönen Grün Ton. Ich war so versunken in diese grünen Augen, dass ich kaum mitbekam, wie Poseidon das Mädchen etwas fragte. Sie hatte es anscheinend auch nicht mitbekommen und wandte sich errötet ab. “ Wie heißt du?“ wiederholte Poseidon, der Gott des Meeres und Zeus Bruder. “Nia“ antwortete sie immer noch rot. Dann fragte sie , wie wir hießen. Ich war so gebannt von ihrer Stimme, dass ich erst nicht antwortete, bis sie mich direkt fragte. “ Und wie heißt du, mein Schöner?“ fragte sie samt weich. Mein Schöner. Ich konnte mich kaum beherrschen, als ich den Kosenamen hörte. Doch ich riss mich zusammen und antwortete kühl:“ Apollo.“ Ich sah wie sie etwas sagen wollte, doch da kam die andere Kellnerin wieder und meinte zu Nia:“ Der Chef möchte dich sprechen.“ So wandte sich Nia ab und ging. Ich sah ihr hinter her.
Vom Rest des Abends bekam ich nicht mehr viel mit. Und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die ganze Zeit darauf wartete, dass Nia wieder kam.
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